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Geschäftsentwicklung 2005 bei BRUDERHILFE-PAX-FAMILIENFÜRSORGE: Positive Ergebnisse im versicherungstechnischen Geschäft und erste Erfolge der Reorganisation

Die Versicherer im Raum der Kirchen, bestehend aus der BRUDERHILFE Sachversicherung, der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung und der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung, haben im Geschäftsjahr 2005 eine positive Entwicklung im versicherungstechnischen Bereich zu verzeichnen. Der Geschäftsbetrieb war im vergangenen Jahr maßgeblich vom Umbau der Unternehmensgruppe geprägt.Die Reorganisation bei der BRUDERHILFE Sachversicherung ermöglichte die Einführung eines günstigen Kfz-Tarifes, was deutlich mehr Neugeschäft zur Folge hatte.

Reorganisation bei der BRUDERHILFE ermöglicht Tarifabsenkung

Die Brutto-Beitragseinnahmen der BRUDERHILFE Sachversicherung AG im Raum der Kirchen, mit Sitz in Kassel, betrugen für das selbst abgeschlossene direkte Versicherungsgeschäft 144,5 Mio. Euro. Die Beitragseinnahmen sind gegenüber dem Vorjahr um 5,2 % gesunken. Ausschlaggebend hierfür ist ein überdurchschnittlicher Beitragsrückgang in der Branche und eine deutliche Tarifabsenkung in der Kraftfahrtversicherung bei der BRUDERHILFE Sachversicherung. Ohne Berücksichtigung der Schutzbriefversicherung innerhalb der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung bestehen 1,17 Mio. Verträge. Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle für das Gesamtgeschäft haben sich im Berichtsjahr auf 113,1 Mio. Euro reduziert. Die Netto-Schadenquote für das Gesamtgeschäft fiel von 79,2% im Vorjahr auf 77,8 %.

Die Kapitalanlagen verminderten sich um 1,8 % auf 138,6 Mio. Euro. Die Brutto-Vermögenserträge lagen im Geschäftsjahr bei 6,0 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit einer Neubewertung des Immobilienbesitzes sind Abschreibungen auf Kapitalanlagen in Höhe von 9,5 Mio. Euro vorgenommen worden. Durch diesen gewollten Einmaleffekt wird beim Kapitalanlageergebnis ein negativer Wert ausgewiesen. Aufgrund eines deutlich abgesenkten Kfz-Tarifes konnte das Neugeschäft zum Jahresbeginn verdreifacht werden. Auch im 2. Quartal liegt das Neugeschäft auf deutlich höherem Niveau als im Vorjahr und sogar deutlich über Plan. Das Jahr 2005 schließt aufgrund der Abschreibungen auf Kapitalanlagen und der Belastung aus zusätzlichen Kosten des Konzernumbaus mit einem Verlust in Höhe von 5,0 Mio. Euro ab. Die ersten Zahlen über die Neugeschäftsentwicklung lassen aber für 2006 eine deutliche Verbesserung des Geschäftsverlaufes erwarten: Mit Einführung eines leistungsstarken Kfz-Tarifs im Herbst 2005 konnte das Neugeschäft in der Kraftfahrtversicherung zum Jahresbeginn 2006 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht werden. Auch im zweiten Quartal liegt die Neugeschäftsproduktion auf deutlich höherem Niveau und sogar deutlich über den geplanten Zahlen. Tarifvergleiche haben gezeigt, dass die BRUDERHILFE mit dem verbesserten Tarif ihre Position als besonders preisgünstiger Anbieter weiter ausbauen kann.

Deutliche Zuwächse in der Lebensversicherung

Das Anfang 2005 in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz hatte in 2004 zu einem hohen Neugeschäft bei den Lebensversicherungen geführt. Für die FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung AG im Raum der Kirchen, mit Sitz in Detmold, hatte dies zur Folge, dass - dem Branchentrend entsprechend - der Vorjahreswert im Neugeschäft nicht erreicht wurde. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2005 185,8 Mio. Euro an laufenden Beiträgen sowie 8,6 Mio. Euro an Einmalbeiträgen und Zuzahlungen gebucht. Die gebuchten Bruttobeiträge steigen auf insgesamt 194,4 Mio. Euro, also um 3,1 %. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle betrugen 118,2 Mio. Euro. Hierbei entfielen auf Abläufe 77,0 Mio. Euro, auf Todesfälle und auf Renten- und BUZ-Leistungen 15,7 Mio. Euro. Für Rückkäufe fielen 22,3 Mio. Euro an. Gemessen am laufenden Beitrag betrug der Stornosatz 2,9 %, er liegt damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Der Stornosatz liegt damit deutlich unter dem Branchenschnitt von 5,0 %. Die gesamten Kapitalanlagen erhöhten sich auf 2.212,2 Mio. Euro. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen betrug im Geschäftsjahr 88,3 Mio. Euro, dies entspricht einer Nettoverzinsung von 4,05 %. Der Gesamtüberschuss der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung AG im Raum der Kirchen betrug 15,9 Mio. Euro. Hiervon wurden 13,9 Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Der Gewinn nach Steuern beträgt 2,0 Mio. Euro.

Positive Entwicklung in der Krankenversicherung

Die Einnahmen an verdienten Beiträgen bei der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung AG haben sich um 0,6 % auf 128,2 Mio. Euro erhöht. Die Brutto-Aufwendungen für Versicherungsfälle sind leicht von 89,3 auf 90,5 Mio. Euro gestiegen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde von 24,1 Mio. Euro auf 21,8 Mio. gesenkt. Die Schadenquote ist von 80,3 % auf 81,1 % gestiegen. Die Kapitalanlagen erhöhten sich von 436,5 Mio. Euro auf 465,2 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung betrug 2,16 % (Vorjahr 4,3 %). Das Geschäftsjahr 2005 schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 2 Mio. Euro) ab. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden 27,5 Mio. Euro zugeführt.

Ausblick

Die Reorganisation der Lebens- und der Krankenversicherung soll, wie bei der BRUDERHILFE Sachversicherung bereits geschehen, sozialverträglich gestaltet werden. Zum 1. Januar 2007 wird die neue Struktur der FAMILIENFÜRSORGE Lebensversicherung umgesetzt, die Veränderungen in der PAX-FAMILIENFÜRSORGE Krankenversicherung sind für die Jahresmitte 2007 vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Konzernumbau in der Innenstruktur abgeschlossen. Gleichzeitig startet jetzt die Umsetzung des ambitionierten Vertriebsprojektes, mit dem das vorhandene Wachstumspotenzial im Bereich Kirchen, Diakonie und Caritas ausgeschöpft werden soll. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der hauptberuflichen Vermittlerorganisation. Mit überdurchschnittlichen Niedrigpreisprodukten wollen die Versicherer im Raum der Kirchen führender Spezialversicherer im kirchlichen Marktsegment werden.
04.07.2006

 

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