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Neue Prognos-Studie mahnt mehr Kapitaldeckung an

Der aktuell vorgelegte „Deutschland Report 2030“ der Schweizer Prognos AG zeigt in aller Deutlichkeit auf, dass mehr Kapitaldeckung in der Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung alternativlos ist. Wörtlich heißt es dazu bei Prognos: „Der demografische Wandel überschattet alle Bereiche. (…) Den Sozialversicherungen droht eine Kosten- und Beitragsexplosion“. Dazu erklärt PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach: „Die demografischen Daten für Deutschland sind gesetzt. Die Prognos- Studie macht noch einmal unmissverständlich klar, dass wir vor einer gravierenden Veränderung der Altersstruktur stehen. Die Bevölkerung wird rasant altern – mit allen absehbaren Konsequenzen für die sozialen Sicherungssysteme. Auch eine Stärkung und Neuausrichtung der Familienpolitik wird daran nichts mehr ändern können.“ Die Prognos-Studie sagt für die gesetzliche Krankenversicherung eine Verdopplung und für die gesetzliche Pflegeversicherung sogar eine Vervierfachung der Ausgaben bis zum Jahr 2030 voraus. Zentraler Grund dafür ist die demografische Entwicklung aufgrund der weiterhin steigenden Lebenserwartung und eines wachsenden Anteils der älteren Jahrgänge an der Gesamtbevölkerung. Das Ziel der Koalition, die Gesamtbeitragslast in den Sozialsystemen von derzeit 42 auf unter 40 Prozent zu drücken, rückt damit in unerreichbare Ferne. Laut Prognos wird sich diese langfristig eher der 50-Prozent-Marke nähern. „Die Politik darf diese demografischen Fakten bei den anstehenden Reformen in der Kranken- und Pflegeversicherung nicht ignorieren. Ein zukunftsfähiges – und auch für die nachwachsenden Generationen solidarisches – Gesundheitssystem kann es nur mit einer starken PKV geben. Eine Reform, die die kapitalgedeckte Kranken- und Pflegeversicherung schwächen würde, wäre eine Politik gegen die Interessen unserer Kinder“, so Leienbach.
Berlin/Köln, 05. April 2006

 

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