Kinder sind keine Packesel
Anprobieren ist Pflicht bei Schulranzenwahl 18.08.2006 Durchschnittlich
fünf bis sechs Kilogramm trägt ein Schulkind jeden Tag auf seinem Rücken.
Das ist zu viel, ganz besonders für die ABC-Schützen. Dadurch erhöht sich
das Risiko für spätere Haltungsschäden, Muskelverspannungen und krankhafte
Veränderungen der Wirbelsäule. Deshalb hat die BKK Braun-Gillette zu Beginn
des neuen Schuljahres besonders für die Eltern der Schulanfänger ein paar
Hinweise zusammengestellt:
Kaufen Sie den neuen Schulranzen gemeinsam mit Ihrem Kind. Dann sind
die Chancen deutlich größer, dass er auch getragen wird und ihr Sprössling
nicht gleich auf einen Rucksack umsteigen möchte.
Achten Sie auf die DIN-Norm. Bereits seit 1990 gibt es für Schulranzen
eine Norm, die DIN 58124. Ranzen, die ihr entsprechen, müssen unter anderem
haltbar, wasserabweisend, leicht, körpergerecht und mit Reflektoren versehen
sein.
Maximal 1,3 Kilogramm darf der Ranzen leer wiegen. Die Tragegurte sollten
mindestens vier Zentimeter breit und gepolstert sein. Sie müssen leicht
mit einer Hand zu verstellen sein, damit das Gewicht gleichmäßig auf beiden
Schultern verteilt wird (noch im Geschäft vom Kind austesten lassen).
Der Ranzen muss im Bereich der Brustwirbelsäule aufliegen und darf nur
unwesentlich breiter sein als die Schultern des Kindes. Seine Rückseite
muss so abgepolstert sein, dass es nicht zu Druckstellen kommen kann.
Voll bepackt sollte das Gesamtgewicht des Ranzens nicht mehr als 10 Prozent
des Körpergewichts des Schülers betragen. Klären sie daher spätestens
beim ersten Elternabend, wo im Klassenzimmer oder im Schulgebäude die
nicht zu den Hausaufgaben benötigten Bücher und anderes Material aufbewahrt
werden kann.
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