Eine Krankenversicherung bittet zum Tanz
Erstveröffentlichung am 03. Oktober 2006 OBERNKIRCHEN/HAMBURG.
Die BKK24 wagt sich auf „glattes Parkett“: Gemeinsam mit dem Allgemeinen
Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) und dem Kneipp-Bund hat die Krankenkasse
ein Programm entwickelt, mit dem sie die Generation der über 50jährigen
zu gesunder Bewegung auffordert. Die Kurse, die demnächst in vielen der
fast 800 ADTV-Schulen angeboten werden, kombinieren Fitnessübungen mit
dem Erlernen von Partytänzen. Damit jeder zu seinem ganz persönlichen
Rhythmus findet, geht dem Programm auf Wunsch ein Gesundheitscheck mit
ärztlicher Beratung voraus. Während ältere Versicherte bei vielen Krankenkassen
nicht gerade die am meisten umworbenen Kunden sind, startet die BKK24
damit in diesem Jahr schon die zweite große Aktion für die Zielgruppe.
„Mobilität, Koordinationsvermögen, Reaktion und Kraft lassen bei jedem
Menschen mit zunehmendem Alter nach“, erklärt Vorstand Friedrich Schütte.
Und wenn die Muskelmasse ab 50 mit vierfachem Tempo verloren geht, sind
Krankheiten sowohl im Skelett, als auch im Herz-Kreislauf-System die Folge.
„Rechtzeitig etwas dagegen zu tun bedeutet auch für uns, später weniger
Geld für Behandlungen und Medikamente ausgeben zu müssen“, so Schütte
weiter. Und Tanzen, das behaupten zumindest viele wissenschaftliche Untersuchungen,
wirke dafür wie ein „Jungbrunnen“. Obwohl der Spaß im Vordergrund steht,
hat das Programm mit dem Namen „Swing24“ mit den normalen Tanzkursen für
Jugendliche und Paare nur wenig zu tun. Zuerst werden nämlich Fitness,
Beweglichkeit und Kondition durch tänzerische Gymnastik und von Trainern
gefördert, die dafür spezielle Schulungen erhalten haben. „Niemand muss
befürchten, dafür körperlich nicht leistungsfähig genug zu sein“, verspricht
Norbert Kalkbrenner aus dem ADTV-Präsidium. „Darf ich bitten“ heißt es
dann im zweiten Teil, wenn die Tänzer zu ausgesuchter Musik nicht nur
ihr Herz-Kreislaufsystem in Schwung bringen. Wer seiner Partnerin oder
seinem Partner nicht auf die Füße treten will, muss nämlich auch seine
Bewegungen richtig koordinieren. „Das ist wie Gehirnjogging“, meint Kalkbrenner.
Sechs Kursstunden in sechs Wochen sind vielleicht der Anfang eines neuen
Präventionsmodells, das bei den Krankenkassen Schule machen könnte. Ganz
bestimmt aber sind sie eine Chance für viele ältere Interessenten, nette
Menschen kennen zu lernen und gleichzeitig die Gesundheit auf Vordermann
zu bringen. Und wer meint, dass der Spaß nicht ganz so schnell vorbei
sein soll, kann im Anschluss im ebenfalls für die ältere Generation neu
gestarteten Club Agilando weiter machen. Details zum Kursangebot, das
natürlich auch Versicherten anderer Kassen offen steht, können unter Telefon
05724 9710 angefordert werden. Wer wissen will, wo es sogar Infoabende
gibt und wann in der Nähe der nächste Kurs beginnt, wendet sich an die
Info-Hotline „Swinging World“ unter der Nummer 040 50058215. Die Informationen
sind auch im Internet abrufbar, unter der Adresse www.bkk24.de.
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