Private Pflegeversicherungen
Die
gesetzliche Pflegeversicherung, das geht schon aus dem Gesetzestext von
1995 hervor, reicht nicht aus zur Vollversorgung der Betroffenen.
Maximal 1432 Euro im Monat zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung derzeit.
Ein Platz im Pflegeheim kostet aber durchschnittlich 2700 EUR ! Um also
im Alter nicht womöglich sein gesamtes Hab und Gut zu verlieren und auf
die Hilfe des Sozialamtes angewiesen zu sein, empfiehlt sich dringend
der Abschluß einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung.
Grundsätzlich werden 3 Tarifarten angeboten: Die Pflegerentenversicherung,
sowie die Pflegetagegeld- versicherung und die Pflegekostenversicherung.
Die erste Variante entspricht eigentlich
einer Lebensversicherung auf Rentenbasis und wird drum auch nur
von Lebensversicherungsunternehmen angeboten. Bei Krankenversicherern
abgeschlossen werden können die Varianten Zwei und Drei.
Gängig ist die Pflegekostenversicherung. Wird jemand pflegebedürftig,
zahlt die Versicherung einen vorher festgelegten Prozentsatz der
tatsächlich entstandenen Kosten auf die gesetzlichen Leistungen
drauf. Derzeit muß eine 45 Jahre alte Frau für eine Kostenerstattung
von 1300 Euro monatlich zwischen 3o und 40 Euro monatlich aufwenden, ein
gleichaltriger Mann bekommt denselben Schutz für etwa 20 Euro.
Flexibler erscheint die Tagegeldversicherung, die derzeit auch am meisten
abgeschlossen wird. Deren Prinzip: Versichert wird ein fester Betrag pro
Tag, der vom ersten Tag der Pflegebedürftigkeit an ausbezahlt wird und
den der Patient frei verwenden kann. Gleichgültig ob er zu Hause gepflegt
wird, im Krankenhaus, egal auch, ob überhaupt Kosten in der vereinbarten
Summe entstehen.
Einen solchen Tagessatz von beispielsweise 30 Euro bekommt ein 43 Jahre
alter Mann bei günstigen Anbietern ebenfalls für rund 20 Euro, eine Frau
zahlt wiederum über 30 Euro.
Allerdings variieren die Beiträge von Gesellschaft zu Gesellschaft stark.
Drum sollten ruhig bei mehreren Gesellschaften Probeanträge gestellt werden.
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