Golfkurse
Was so einfach aussieht, daß bald jeder geneigt ist zu sagen "Das kann
ich auch", muß noch lange nicht einfach sein.
Die Golfschwungbewegung ist eine höchst komplexe, weil antizyklische Angelegenheit
und gehört mit zu den schwierigsten Bewegungsabläufen im Sport überhaupt.
Wer sich das selber beibringen will, sei gewarnt. Er wird sehr viel länger
brauchen, einen halbwegs gelungenen Schlag hinzukriegen, als unter fachmännischer
Anleitung.
Dabei sind Gruppenkurse für Anfänger aufgrund der völlig unterschiedlichen
individuellen Veranlagung grundsätzlich schlecht geeignet.
Veranlagung bedeutet hier den sogenannten
Bewegungsschatz, der schon in der Kindheit gebildet und im Kleinhirn
abgespeichert wird. So wird ein ehemaliger Hockeyspieler beispielsweise
sehr viel schneller Fortschritte machen als jemand, der in seiner
Jugend lieber Gitarre gespielt hat.
So sind Golf-Schnupperkurse
zwar sinnvoll um einen ersten groben Einblick ins Golfgeschehen
zu vermitteln, doch wird schon hier rasch deutlich, wer schneller,
wer langsamer lernt. D
Der gewissenhafte Lehrer wird dem Anfänger
drum Einzelunterricht empfehlen - obwohl seine, des Lehrers, Verdienstmöglichkeiten
dabei natürlich geringer sind.
Gruppenkurse
sind aber erst bei relativ erfahrenen Golfern sinnvoll. Vorausgesetzt,
sie verfügen über eine ähnliche Spielstärke.
Und wie nicht jeder Schläger
zu seinem Spieler passt, sollte auch der in Ruhe erst herausfinden, welcher
Lehrer für ihn der richtige ist. Einfach ausprobieren in Einzelstunden!
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