Bauen mit Lehm


Lehmbau

 

 

 


Daß zum Beispiel in Nordafrika Lehm das bevorzugte - weil überhaupt ausreichend vorhandene - Baumaterial ist, ist bekannt. Lehm wurde aber auch in unseren Breiten schon jahrhundertelang als Baustoff genutzt. Etwa zur Ausfüllung der Fachwerkskonstruktionen und des Riegelfachs.

Die Not - Mangel an anderen gut formbaren Materialien - gebar dabei durchaus eine Tugend. Lehm isoliert gut und ist, richtig verarbeitet, atmungsaktiv, verhindert also Schimmelbildung im Hausinneren, und ist, nicht zu vergessen, absolut ungiftig und vollständig recyclingbar.

Das Material findet sich fast überall, wo schon eine Baugrube ausgehoben wird. Es ist rein mineralisch,
also dauerhaft, braucht keineswegs gebrannt zu werden,
gewöhnliche Trocknung reicht aus. Und ist nutzbar als
Mörtel wie als Verputz.

Doch muß Lehm unbedingt mit Verbundstoffen gemischt werden. Sonst bilden sich Risse und die statische Tauglichkeit schwindet. Als Verbundmaterial eignet sich aber schon gewöhnliches Stroh. Den Geldbeutel belastet der Baustoff Lehm drum minimalst. Und er bietet ein überraschend angenehmes Raumklima.

Lehm hält die Luftfeuchtigkeit im Raum konstant bei idealen 5o Prozent! Allerdings ist Einiges an Handarbeit gefragt. Es sei denn, man entscheidet sich für vorgefertigte Lehmbauplatten für den schnellen und sauberen Innenausbau.
Die gibt´s nämlich auch.

 
Stampflehm

Stampflehm erreicht nach der Verdichtung und Austrocknung Rohdichten zwischen 1700 und 2200 kg/m3 erreicht.
Er ist damit der "schwerste" Lehmbaustoff.

Stampflehm eignet sich für tragende Lehmbauteile die mit eienr Schalung lagenweise Aufgebaut werden, z.B. wurde in der Kapelle der Versöhnung in Berlin diese Lehmbau-Technik verwendet.

In Ländern wie Australien und den USA gehört der Zusatz von Zement zum Stampflehm zur täglichen Lehmbaupraxis.

Geeignet für:
Fußboden, tragende und nicht tragende Wände

Wellerlehm Im Gegensatz zur Stampflehmbauweise ist die Verarbeitung von Wellerlehm zu Wandkonstruktionen i.d.R. nicht schalungsgebunden.
Der Wellerlehm wird freihändig mit der Gabel zu Schichten von ca. 80 cm Höhe bis zum Erreichen der vollen Bauwerkshöhe aufgesetzt. Die Oberflächen werden glatt abgestochen. Zwischen den einzelnen Sätzen sind jedoch Trockenzeiten erforderlich.

Geeignet für:
Wand nichttragend oder tragend
Strohlehm Stroh- oder Faserlehme sind Mischungen aus aufbereitetem Baulehm und pflanzlichen Faserstoffen, vorwiegend Stroh.
Nach Verarbeitung und Austrocknung weisen Bauteile oder Baustoffe aus Strohlehm Rohdichten zwischen 1200 und 1700 kg/m3 auf.

Geeignet für:
Als Lehmputze, Decken und Dachausbau, Wände nicht tragend
Lehmschüttung

Aufbereiteter Baulehm kann mit organischen oder mineralischen Zuschlägen vermischt als Baulehmschüttung erdfeucht zur Verfüllung waagerechter Bauteile, z.B. Balkendecken oder Hohlräume, eingebaut werden.

Geeignet für:
Fußboden, Decken und Dach

Lehmsteine Heute stehen eine Vielfalt an Lehmsteinen in unterschiedlichen Rohdichteklassen, Zuschlägen, Formaten zur Verfügung.

Geeigent für:
Wände, Decken, Dach, Innenausbau
Lehmplatten

Lehmplatte mit einer Stärke eignen sich sehr gut für nichttragende Wände im Trockenbau.

Lehmplatten mit einer Stärke > 50 mm (üblich 80 - 125 mm) sind selbst tragend und erfordern keine Unterkonstruktion. Diese eignen sich für nicht tragende Trennwände als Einsatz im Fußboden- oder Deckenaufbau oder in Dachschrägen.

Geeigent für:
Wände (nicht tragend) , Decken, Dachausbau, Innenausbau

Wanddesign mit Lehmputz bringt Wohlfühlklima
... und dem Handwerker exklusive Kunden

Lehmputz richtet sich an ein ausgesuchtes Publikum, das die Vielseitigkeit des Baustoffs Lehm erkennt: Zahllose Gestaltungsvarianten verbunden mit wohngesunder Behaglichkeit. Ob mediteran oder klassisch, ruhig oder schrill, ob rustikal oder modern - der Maler und Stuckateur vor Ort wird durch Capriccio zum Berater seines exklusiven Kunden. Raumgestalter schätzen die unkomplizierte und variantenreiche Anwendung. Im Internet (www.lesando.de) findet der Endverbraucher den Lesando-Partner in seiner Nähe. Lesando bietet regelmäßig Profi-Seminare für Handwerker zu Verarbeitung und Vermarktung an.

Ein großes Portfolio an Vermarktungshilfen, wie Musterkoffer, Displays, Anzeigen- und Mailingvorlagen uvm. ebnen dem Fachmann den Weg zum Kunden. Aus nur sechs Basistönen lassen sich mit Capriccio eine Fülle ansprechender Farbtöne mischen. Weil die Farbgebung bereits beim Auftragen des Putzes geschieht, fällt der Arbeitsgang ´Streichen´ weg. Gleichzeitig lässt dieser Spachtelputz auch individuelle Strukturen zu, von verbürstet oder gefilzt über rustikal bis fein geglättet . Sollten noch Designwünsche offen bleiben, fangen die Möglichkeiten mit Capriccio erst richtig an.

Die außergewöhnlichen Verarbeitungseigenschaften erlauben z.B. das Aufspachteln von Bordüren (3-D-Effekt) oder das pigmentierte Wachsen der Oberflächen mit dem Naturwachs Fino, das auch nach Jahren noch problemlos überarbeitet werden kann. Der Dekorputz aus Lehm verbessert nachhaltig das Raumklima, weil er in sehr hohem Maße Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnimmt, diese speichert und bei Bedarf wieder abgibt. So funktioniert Lehmputz wie ein Klimapuffer, der z.B. ein elektrostatisches Aufladen der Raumluft verhindert, Feinstäube bindet und damit Reizstoffe und Allergene minimiert. Capriccio ist völlig diffusionsoffen, d.h. die Eigenschaften darunter liegender Wandschichten bleiben vollständig erhalten. Capriccio ist absolut emissionsfrei. Er wird sowohl in der Altbausanierung als auch bei Neubauten, sowie im Trocken- und Fertighausbau eingesetzt.

Bildquelle: Lehmputz Lesanto

 

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